Zither neu erleben!
Zither neu erleben!

Referenzen

Erster Preis beim Auswahlorchesterwettbewerb 2014:

Beim 5. Wettbewerb für Auswahlorchester am 8. November 2014 in Siegen konnte das LZO Baden-Württemberg erneut die Jury überzeugen und hat in der Kategorie Zitherorchester den 

1. Preis mit 95 Punkten und hervorragendem Erfolg erhalten! 

mehr unter >Erfolge

... AOW Siegen - November 2014 - Ergebnisbekanntgabe...

Erster Preis beim Auswahlorchesterwettbewerb 2010:

Beim 4. Wettbewerb für Auswahlorchester im November 2010 in Bamberg konnte das LZO Baden-Württemberg erneut die Jury überzeugen und hat in der Kategorie Zupf- und Saitenorchester den 

1. Preis mit 95 Punkten und hervorragendem Erfolg erhalten! 

mehr unter >Erfolge.

 

Eurofestival der Zupfmusik 2010 in Bruchsal:

Das Landeszitherorchester Baden-Württemberg als einziges Zitherorchester mit dabei

Vom 3. bis 6. Juni 2010 war Bruchsal Gastgeber des „eurofestival zupfmusik 2010“ und damit Veranstaltungsort eines echten Weltmusikfestes der Zupfinstrumente.
Rund 1.200 Teilnehmer und aktiv Mitwirkende aus vielen Nationen und mehreren Kontinenten erlebten in dieser pulsierenden Stadt den Charme eines perfekten Gastgebers durch viels(a)itige Musik auf höchstem Niveau, einem herrlichen barocken Schloss, bestem Wetter und einer guten Organisation.

Und wir vom Landeszitherorchester Baden-Württemberg waren dabei!

Wie immer war auch dieses LZO-Wochenende von unserer „Obfrau“ Karin bestens organisiert worden, so dass man uns bei der Anreise am Donnerstag im Hotel in Kraichtal sogleich willkommen hieß. Es galt 15 Frauen und einen Mann auf die Schnelle einzuchecken, damit bereits am Nachmittag eine Stimmprobe erfolgen konnte. Unser Konzert war für Freitagabend angesetzt und es musste insbesondere unser Uraufführungsstück „Der Fluss“ von Fredrik Schwenk nochmals gemeinsam geprobt werden.
Im Anschluss an die Probe fuhren wir nach Bruchsal zum Veranstaltungsort, wo wir nach dem Abendessen auch unseren Dirigenten Keith Harris trafen. Keith war in die Organisation dieser Großveranstaltung mit eingebunden und somit für uns nur begrenzt verfügbar. Dies hatte lediglich den Vorteil, dass wir bereits den Donnerstagabend zum Konzertbesuch nutzen konnten. 
In unmittelbarer Nähe zueinander gab es zwei Konzertsäle, in denen zu gleicher Zeit verschiedene Musikgruppen auftraten. Die gute Organisation erlaubte es den Zuhörern, dass man zwischen den Sälen pendeln konnte und so jeder nach seinem Geschmack eine Auswahl treffen konnte. Doch die Wahl fiel schwer. Es waren alles hervorragende Musiker – egal, ob es das perfekt aufeinander abgestimmte Duo Trekel & Tröster war oder die Spanier Carriazo & Mota, bei deren Musik mit Mandoline, Bandurria und Gitarre man sich wie im Urlaub fühlte. Auch das australische Mandolinenorchester und das Landeszupforchester NRW fidium concentus boten sehr gute Musik. Ganz besonders beeindruckt waren wir allerdings vom Bayerischen Landeszupforchester, das unter der Leitung von Dominik Hackner mit „Reidoh“ ein sehr anspruchvolles Konzertstück für Solomandoline und Zupforchester des Japaners Yasuo Kuwahara (1946-2003) aufführte und in dem Gertrud Weyhofen als Solistin brillierte.
Zum Ausklang des ersten Abends besuchten einige von uns im Catering-Zelt eine Jamsession, bei der gemeinsam musiziert wurde, der Rest fuhr ins Hotel, um sich den nötigen Schlaf für den nächsten Tag zu sichern.

Der Freitag stand ganz im Zeichen unserer Zithermusik. Direkt nach dem Frühstück begannen wir mit der Probe unserer Stücke. Auf dem Programm standen die „Impressionen über ein Kirchenlied“ von Hans Boll (*1923), das Uraufführungsstück „Im Fluss“ von Fredrik Schwenk (*1960) sowie die „Tarantella“ aus der Diamantina Suite von Keith Harris (*1949).
Wir probten, bis „der Fluss im Fluss“ war und wir im Geiste sicher unsere Viertel gegen Triolen zu spielen wussten, zur richtigen Zeit einsetzten und das Metrum hielten.
Um 16 Uhr standen dann alle in schwarzer Kleidung zur Abfahrt bereit und die Hitze sorgte dafür, dass nicht nur unser Uraufführungsstück, sondern auch unsere Haut „im Fluss“ war. Ein Eis verschaffte uns nur kurzfristig Kühlung und das Schleppen von Zithertischen und Zithern machte es uns auch nicht gerade leichter. Zur Stellprobe hatte man uns viel zu früh vorgeladen, doch wir harrten an Ort und Stelle geduldig aus, bis wir dann endlich an der Reihe waren.

„It was so great!“

Wir sollten das Abendkonzert im großen Saal eröffnen und so standen wir um 19:30 Uhr alle „backstage“ in Reih und Glied, hörten die Ansage zu unseren Werken in deutsch und englisch und begaben uns dann auf die Bühne des voll besetzten Saales.
Sie wollen wissen, wie es lief? Das Kirchenlied war ein guter und kraftvoller Einstieg, die Uraufführung gelang und mit der Tarantella hatten wir ein dankbares und mit hohem Tempo zu spielendes Stück zum Abschluss. Wir konnten also innerlich bewegt unseren Applaus genießen. Die Frage war nur, wie die Stücke, insbesondere „Der Fluss“ bei den Zuhörern ankamen.

„It was so great“ und „It was so lovely and interesting“ waren die Kommentare zu unserem Auftritt. Man hatte allgemein von Zitherspielern nicht zeitgenössische Musik erwartet und war positiv überrascht und begeistert über die Klangvielfalt unseres Instrumentes. Das tat uns natürlich gut und gab uns Zuversicht für die Zukunft.
Erleichtert konnten wir dann die weiteren Konzertteilnehmer anhören und uns zur „Zupfer-Night“ ins barocke Schloss begeben. Hier wurden in der Hofkirche wie auch in zwei weiteren Sälen bis in die Nacht Konzerte geboten. Die unter dem klaren Sternenhimmel hell beleuchtete Kulisse des barocken Schlosses wird uns sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben.

Shopping in Bruchsal

Wie es sich für ein Musikfestival gehört, bleibt man natürlich bis zum Schluss! Das galt auch für das LZO. Wir wollten alle unbedingt unsere österreichischen Zitherfreunde aus Villach hören, die als Quartett unter dem Namen „Zitherensemble Multicord“ am Abend ein Konzert mit einer Uraufführung von Franz Fellner gaben. Doch zuvor war noch Zeit, die zur freien Verfügung stand. Und was machen so viele Frauen und ein Mann? Shopping! Die Frauen stürmen die Schuh- und Kleiderläden und Dirk, unser einziger Mann, erträgt geduldig bei einem großen Eis den Kaufrausch der Damen und seiner Freundin. Kathrin bewies einmal mehr ihre Fähigkeiten im Beraten, was Frau so braucht und sorgte dafür, dass das LZO in Bruchsal die Wirtschaft ankurbelte. Sogar das Fernsehen wurde auf uns aufmerksam und so konnten wir den Reportern von Kraichgau-TV über unser Orchester berichten und den von den Reportern gewünschten Spruch „Kraichgau-TV – ich sehe es bewegt!“ auf badisch präsentieren.
Am Abend genossen wir das Konzert, das vom Zitherensemble Multicord unter der Leitung von Ilse Bauer-Zwonar eröffnet wurde. Sie spielten „Third Line“ von Harald Oberlechner (*1963), die Sinfonietta BV 470 von Ignaz Joseph Pleyel (1757-1831) in einem Arragement von Gernot Sauter und als Uraufführung „Polychromos“ von Franz Fellner (*1958). Mit heftigem Applaus dankte der voll besetzte Saal den Musikern für ihren höchst anspruchsvollen und beeindruckenden Auftritt.
Bei einem Glas Wein im Rahmen der Zupfer-Party in Bruchsals Innenstadt klang dieser erlebnisreiche Tag aus und Dirk konnte ein Grinsen nicht verkneifen, als die Damenwelt über schmerzende Füße klagte. So wird auch dieser Tag jedem in guter Erinnerung bleiben.

Gemeinsam nutzten wir den Sonntag zur Nachbesprechung unseres Konzertes und zur Vorschau auf die nächsten Treffen. Für Karin galt es, das „LZO-Team“ auf den Wettbewerb für Auswahlorchester, der vom 5. bis 7. November 2010 in Bamberg ausgetragen wird, einzuschwören. 

Fazit: 
Das Eurofestival der Zupfmusik war auch in diesem Jahr ein besonderes Erlebnis, bei dem sich die Zithermusik vor Fachpublikum gut nach außen repräsentieren konnte.


Carmen Börsig

Landeszitherorchester Baden-Württemberg

Konzertreise nach Villach 18. - 21. März 2010


Schön war’s!

Die Reise hat am sonnigen Donnerstag für uns mit dem Abenteuer Busfahrt begonnen. Der Start war in Lörrach um 6 Uhr mit weiteren Zustiegen in Baden-Baden, Karlsruhe, Stuttgart. In Ulm waren wir vollzählig.

In Villach wurden wir abends von Ilse Bauer-Zwonar in die Stadt gelotst. Das war ein sehr freundlicher Empfang in dieser weltoffenenen Stadt mit den herzlichen Menschen. Deutlich ist der italienische und slowenische Einfluss im Dreiländereck zu spüren.

Mit dem Orchester waren wir direkt in der Altstadt im Hotel Kasino untergebracht. 
Den Tag haben wir dann ab 21 Uhr mit einer kleinen Probe beschlossen.

Der Freitag begann mit einem Sektempfang im Rathaus beim Kulturreferenten der Stadt. Im Anschluss bekamen wir eine tolle Stadtführung, bei der es sehr viel über die Geschichte von Villach zu lernen gab. Unter anderem hörten wir, dass Villach durch die vom Bistum Bamberg geprägte Historie nicht die Landeshauptstadt von Kärnten geworden ist, lernten über die mittelalterlich angelegte Fußgängerzone, Seitengassen und Innenhöfe, über Prangerstein, Museum und Stadtmauer, haben weiterhin erfahren, dass der Hausberg zum Skifahren direkt vor Villach liegt, das Wetter trotz der Karawanken von der Adria beeinflusst wird und es einen Udo-Jürgens-Platz gibt.

Und weil das Proben nicht zu kurz kommen durfte, widmeten wir uns nachmittags noch ein paar Stunden der Musik, bevor wir uns beim Abendessen mit den Orchestermitgliedern aus Villach des Zitherorchesters „Draustadt Villach“ getroffen haben.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück mit der Probenarbeit weiter. Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Bus zum Congress Center Villach zum Einspielen. Dort lernten wir auch die Zither-Studenten des Klagenfurter Konservatoriums kennen. Gemeinsam mit dem Zitherorchester „Draustadt Villach“ fand im Gottfried-von-Einem-Saal um 19:30 Uhr unser Konzert statt.

Die erste Hälfte des Konzerts wurde vom Landeszitherorchester Baden-Württemberg unter der Leitung von Keith Harris bestritten. Wir spielten die Norwegischen Tänze von Edvard Grieg (bearbeitet von Gernot Sauter), den Carneval der Harlekine von Fritz Pilsl, die Tarantella aus der Diamantina Suite von Keith Harris und das Quartett C-Dur von Luigi Boccherini (bearbeitet von Gernot Sauter). Die Zugabe war Twilight in June von Freddy Golden. 

Nach der Pause spielten die Gastgeber, das Zitherorchester „Draustadt Villach“ unter der Leitung von Ilse Bauer-Zwonar, unterstützt von Studenten des Konservatoriums Klagenfurt. Es war nicht nur ein reines Zitherorchester, sondern eine vielseitige Besetzung u.a. mit Cello und Schlagzeug zu hören. Das Orchester begann mit dem Drautaler-Marsch von Friedrich Grestenberger, gefolgt von der Sperl-Polka von Johann Strauß Vater (bearbeitet von Ilse Bauer-Zwonar), unterstützt von Martina Krainz an der Querflöte. Der folgende Gnomentanz op. 20 Nr. 3 von Richard Grünwald wurde von Silvia Igerc solistisch auf der Diskanzither dargeboten. Nachdem das Orchester den Popsong von Franz Fellner gespielt hatte, war Silvia Igerc nochmals mit der Jazz-Excercise 6 von Harald Oberlechner solistisch auf der Diskantzither zu hören. Nach einer Darbietung von Stephanie Macheiner mit Tenorhackbrett und Bernhard Steiner an der Gitarre mit dem Jazz-Stück Nightclub 1960 von Astor Piazzolla wurde das offizielle Konzert mit einer Uraufführung von Franz Fellner, dem Tango & Valse (Solistin am Violincello Alexandra Petscharnig) beschlossen. Als Zugabe war eine Bearbeitung des „Dritten Mann“ für gemischtes Orchester zu hören.

Am Sonntag durften wir noch beim Frühstück einen Mitschnitt des Konzerts von Franz Fellner entgegennehmen, der in einer Nachtschicht die Aufnahme bearbeitet hatte. So konnten wir uns bei der anschließenden Rückfahrt im Bus das Konzert noch einmal anhören.

In guter Erinnerung werden wir mit Sicherheit auch Herrn Pobasching, den Chef vom Hotel Kasino behalten. Er war sehr begeistert von unserer Musik (Proben im Hotel) und hat uns am Sonntag in der Früh einen großen Abschied bereitet.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Gastgebern, insbesondere bei Ilse Bauer-Zwonar für die freundliche Aufnahme in Villach und ihre Unterstützung. Nicht zuletzt möchten wir uns beim Landesverband Baden-Württemberg für die finanzielle Unterstützung bedanken, die uns diese Konzertreise nach Kärnten ermöglicht hat.

Karin Käser

 

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