Zither neu erleben!
Zither neu erleben!

Referenzen - Presse

Presseberichte zu unseren Aktivitäten

 

... Artikel "Musik für alle Geschmäcker..." aus der Schwäbischen Zeitung vom 19.07.2015

Auftritt des LZO beim Landesmusikfestival in Weingarten am 19.07.2015:

(...) Kurz nach elf: Nun wird’s Zeit fürs „Schlössle“ – dort spielt das Landeszitherorchester unter Leitung von Professor Fredrik Schwenk und hat sich klugerweise hinter die kühlen und dicken Mauern verzogen. Etwas klein ist der Raum im Erdgeschoss für die vielen Gäste, aber schön intim für den silbrigen Klang von 13 Zithern und zwei Gitarren. Vor allem in den Arrangements nach Respighi, Mozart und Sanz kam die Anmut dieses Instruments, zumal es hier fast ausschließlich von Frauen gespielt wurde, ganz zauberhaft zur Geltung.(...)

Weingarten: Musik für alle Geschmäcker u[...] 
--> Den kompletten Artikel finden Sie im Bereich Links/Downloads


 

… Artikel in der Süddeutsche Zeitung vom 29.03.2015:

Auftritt des LZO beim Festival "Zither 10" in München:

"(...) Sehr beeindruckend auch das Landeszitherorchester Baden Württemberg, das einen wunderbar konzentrierten,intensiven Auftritt bot."

 

Den kompletten Zeitungsartikel der Süddeutschen Zeitung finden Sie hier --> Artikel Zither10



 

… Artikel in der Siegener Zeitung vom 29.11.204:

Laien-Orchester in Siegen

"(...)

Spannend


Die Gewinner gaben beim Abschluss in der Siegerlandhalle einen Einblick in ihr Können. Wer meinte, dass ein Zither-Orchester nur „volkstümlich kann“, der wurde von der hochspannend Neuen Musik überrascht, die Hölderlins „Turm“-Dasein in komplexe, sperrige Tonwelten fasste. ..."

 

Den kompletten Zeitungsartikel der Siegener Zeitung finden Sie hier --> http://www.siegener-zeitung.de/siegener-zeitung/Wir-kommen-wieder-wenn-Ihr-uns-einladet-56a3f0a0-53ae-4697-8425-889c8ff820fc-ds

 

 

… Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 20.11.2012:

Dieses Orchester ist ein überragendes Ereignis

Das Landes-Zither-Orchester gab ein Konzert in der Bauernschule Bad Waldsee

Von Wolfram Frommlet

BAD WALDSEE – Besser hätte der Ort für dieses Konzert nicht gewählt sein können – die unverschnörkelte Klarheit von Holz, Stahl und Glas, Architektur der Moderne, die dennoch Wärme ausstrahlt, vor allem in der Akustik. Und doch ist dieser Konzertsaal die gelungene Symbiose mit der Tradition, die der Name des Ortes verkörpert – Bauernschule. Diese Symbiose gelang in diesem Raum einen Abend lang musikalisch, mit einem Instrument, das im ländlichen Raum verwurzelt ist, in der Volks-, in der  Stubenmusik und sich mit dem Landes-Zither-Orchester einen Platz in der Neuen Musik wie im Barock erspielt hat, gleichrangig jedem etablier-ten Orchesterinstrument. 14 Zithermusiker und ein Gitarrist, die 2002 ihren ersten und auf Anhieb viel beachteten Auftritt hatten, die alle regelmäßig Lehrgänge besuchen, die dennoch Amateurmusiker sind, sie bewiesen in diesem Konzert ein technisches und musikalisches Niveau, das man sonst nur auf internationalen Festivals hören dürfte. Das hat mehrere Gründe.

Der neue Dirigent Fredrik Schwenk aus Hamburg. Musik- und kulturgeschichtlich hoch gebildet, was er in ausnehmend klugen, uneitlen, unterhaltsam formulierten Einführungen zu den fünf Komponisten des Abend bewies. Ein sensibler Bearbeiter barockaler Vorlagen, Komponist und Hochschuldozent zeitgenössischer Musik, und ein zweifellos intimer Kenner aller Feinheiten und Variablen der Zither.

Klangwolken und Figurenspiel

Francesco Geminianis „Concerto Grosso C-Dur“, nach den Sonaten seines Lehrers Arcangelo Corelli bearbeitet. Der Barock-Klang als völlig neues Klangerlebnis. Bratsche und Violine als Diskantzither, den Basso continuo über die Basszither, Oboe, Fagott, Cello – verteilt auf die übrigen Saiten-Körper. Und genau dies ist zu hören – Körperlichkeit, ein figuratives Spiel zwischen den orchestralen und den drei solistischen Zithern und der Gitarre (Laute) als zusätzlichem Continuo. Fredrik Schwenk holt solistische Nuancen, hauchzarte Pianissimi und ebenso raumfüllende Tutti aus den gängigen Arrangements, sodass sie zu unter seinem Dirigat zu federleichten Figurinen werden.

Schon bei Geminiani ist zu hören, dass das exquisite Niveau dieses Orchesters einen zweiten Namen hat: Birgit Fuchs aus Bad Waldsee, die Konzertmeisterin, deren überragende Technik und musikalische Sicherheit auch für komplizierteste Notierungen in jedem Moment präsent ist für den Zuhörer wie, spürbar, für das Ensemble. Und diese Kraft, dieses Vertrauen, die Zither in immer neue Klangräume spielen zu können, muss für die Uraufführung in diesem Konzert enorm gewesen sein.

Was das Landes-Zither-Orchester mit Peter Hoch (*1937) bewältigte, ist eine überragendes Ereignis Moderner Musik. Angerissene, akkordisch gegriffene, gestrichene, verhallte, ausgebremste Saitenflächen, vermischt mit vokalen Einwürfen, dem Rauschen von Papierblättern – Raum und Klänge wurden zu einer permanenten Bewegung. Rhythmus, Strukturen lösen sich auf, alles Konventionelle schwirrt in ein Klangchaos, fetzenhaft wird ein Hauch Folk, eine pointillistische Linie hörbar und findet wieder zu einer Form, einer Ordnung, dieses Feuerwerk an Zitherklängen findet zur Ruhe. Ungeahnte Dimensionen dieser verschiedenen Zithervarianten!

So faszinierend schlüssig Fredrik Schwenk das Orchester in Peter Hochs Komposition wie eine vielgliedrige Schöpfungsmaschinerie dirigierte, so minimalistisch war es in seiner eigenen Komposition „Im Fluss“. Bohrende, winzige tonale Bewegungen, immanent in einzelnen Zithern, wie in einem tonalen Mikrokosmos gefangen, tonale Bewegungen auf wenige Töne reduziert verharren in einer Zither, brechen aus den nächsten, setzen sich fort, wie Pulsschläge korrespondieren sie zwischen den Saiten, dann zwischen den Instrumenten, jede Zither bekommt eine innere Dramatik, über das gesamte Ensemble legt sich eine spirituelle Tiefe.

Welche Wandlungsfähigkeit! Von Mozart, aus der Pariser Zeit, ein paar kompositorische Petitessen, aber wie aus der kleinen Form ganz Großes wurde: Eleganz, graziler Charme, ballettöse Leichtigkeit, jedes Crescendo eine dramatische Pirouette. Zithrige Kostbarkeiten.

Und eine berührende Zugabe auf das verstorbene Orchestermitglied Helga Heinkel – witzig, pfiffig, frech, ein Stück Lebenskraft gegen den Tod, aus diesen wundervollen Instrumenten.

 

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…Artikel Saitenspiel Januar 2011

Landeszitherorchester Baden-Württemberg siegt beim Auswahlorchesterwettbewerb in Bamberg mit 95 Punkten


Vom 6. bis 7. November 2010 wurde in der alten Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg zum vierten Mal von der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände zu einem Wettbewerb für Auswahlorchester eingeladen, um ein außergewöhnliches musikalisches Wochenende zu erleben.

Insgesamt 36 Auswahlorchester aus ganz Deutschland stellten sich der Jury in den Wertungskategorien Blasorchester Stufe A und B, Akkordeonorchester, Jazzorchester, Zupf- und Saitenorchester sowie dem Spielleutekorps.
Das Landeszitherorchester Baden-Württemberg (LZO) war als einziges Zitherorchester in Bamberg angereist und hatte sich in der Kategorie „Zupf- und Saitenorchester“ gegen das Landesjugendzupfensemble Sachsen, das Bezirkszupforchester Dortmund, das Landeszupforchester Thüringen, das Hackbrett-Orchester Baden-Württemberg und das Jugendzupforchester Baden-Württemberg zu behaupten. Wertungsrichter waren Herr Prof. Dieter Kreidler, Remscheid, der Freiburger Gitarrist Stefan Janzer, Herr Jörg Tisken, Trossingen und Frau Carmen Thiergärtner, Abersfeld aus dem Fachbereich Mandoline.

Bereits zum dritten Mal stellte sich das LZO den hohen Anforderungen und bereitete sich mit zwei zeitgenössischen Werken unter dem Dirigat von Keith Harris intensiv auf diesen Wettbewerb vor. Beim ersten Wettbewerb in Bruchsal im Jahr 2002 hatte das LZO unter der Leitung von Frédéric Jenniges einen ersten Preis erhalten. An diesen Erfolg wollte man auch im Jahr 2010 anknüpfen.

Begonnen wurde in Bamberg im „Spiegelsaal Harmonie“ des E.T.A.-Hoffmann Theaters mit den „Impressionen über ein Kirchenlied“ von Hans Boll. Hier konnte das LZO die ganze Bandbreite von dynamischen Möglichkeiten, die das Instrument zulässt, ausspielen und mit einem harmonischen und perfekten Zusammenspiel die Jury und Zuhörer überzeugen.
Doch zutiefst beeindruckt war die Jury vom zweiten musikalischen Wertungsstück „Im Fluss“, das der Hamburger Prof. Dr. Fredrik Schwenk eigens für das LZO komponierte. „Im Fluss“ ist ein Werk, so Schwenk, „dessen satztechnische Struktur sich an responsoralen Kompositionsprinzipien orientiert, also nach dem Prinzip des Wechselgesangs konzipiert ist, andererseits die Wechselgesänge zwischen Soli und Tutti keine im liturgischen Sinn formbildende Struktur bilden“.
Für die Spielerinnen und Spieler des LZO war der ständige und sich oft wechselnde Dialog zwischen Vierteltriolen gegen Achtel, die verschiedenen Soli-Stellen sowie Obertöne im Flageolet und sonstige akustische Raffinessen eine Herausforderung, die dem Orchester und dem Dirigenten alles abverlangte. Doch die Arbeit lohnte sich und auch das Quentchen Glück war dem LZO zur richtigen Zeit am richtigen Ort hold.
Die Solistellen wurden von Birgit Fuchs und Birgitta Schiedt bravourös gemeistert und Orchester wie Dirigent präsentierten sich als völlig abgestimmte Einheit. 95 Punkte und das Prädikat „mit hervorragendem Erfolg“ war die verdiente Anerkennung und war zusammen mit dem Jugendzupforchester Baden-Württemberg der Sieg in der Kategorie „Zupf- und Saitenorchester“. Bemerkenswert war auch, dass von allen Orchestern insgesamt nur drei Orchester eine höhere Punktzahl wie das LZO erreichten.

Mit diesem herausragenden Erfolg konnte das LZO dem Dirigenten Keith Harris kein schöneres Abschlussgeschenk machen. Harris wird im Jahr 2011 wieder in seine Heimat Australien zurückkehren, hat jedoch zugesagt, dem LZO bei Bedarf wieder gerne zur Verfügung zu stehen.

Carmen Börsig



…Artikel Saitenspiel August 2009

Landeszitherorchester Baden-Württemberg


Am Samstag 25.07.2009 hat sich das Landeszitherorchester Baden-Württemberg von seinem langjährigen Dirigenten Frédéric Jenniges mit einem Abschlusskonzert in der Bauernschule Bad Waldsee verabschiedet. Das LZO ist ihm sehr dankbar für die von ihm geleistete Arbeit. 

Frédéric Jenniges hat das Orchester von November 2000 an musikalisch aufgebaut, geformt und damit auf einen sehr guten Weg gebracht. Daher gelang es dem LZO bereits beim ersten öffentlichen Auftritt, dem zweiten Wettbewerb für Auswahlorchester im Jahr 2002 in Bruchsal, einen ersten Preis mit hervorragendem Erfolg zu erlangen. Es folgten Auftritte bei verschiedenen Konzertreihen und  Musikfestivals. Im November 2004 wurde in Koproduktion mit dem SWR Studio Freiburg  die erste CD des LZO Baden-Württemberg aufgenommen. Weitere Highlights waren die Mitwirkungen in den Jahren

-    2003 an den Zithermusiktagen in Freiburg,
-    2005 am John Cage ‚MusiCircus’ anlässlich der Eröffnung der ersten Ludwigshafener      Festspiele,
-    2006 am internationalen „eurofestival zupfmusik 2006“ in Bamberg,
-    2006 am dritten Auswahlorchesterwettbewerb in Trossingen,
-    2007 an den Zithermusiktagen in Hanau und
-    2008 an den Allgäuer Zitherzeiten.
 
Ab September 2009 wird das Orchester mit Keith Harris zusammen arbeiten.

Karin Käser



…zum Konzert in der Bauernschule in Bad Waldsee vom 25.07.2009:

Schwäbische Zeitung
29.07.2009
20 Musiker geben vielsaitiges Programm

BAD WALDSEE - Zum zweiten Mal hat das im Jahr 2000 gegründete Landeszitherorchester Baden-Württemberg (LZO) im gut gefüllten Saal der Bauernschule Bad Waldsee gespielt. Zu hören waren Werke von Boccerini bis Fackler und von Grieg bis Webber.

Von unserem Mitarbeiter Karl Butscher

Mit der Sinfonia in F-Dur von Placidus von Camerloher, bearbeitet von Gernot Sauter, eröffnete das aus 18 Damen und zwei Männern bestehende Ensemble unter der Leitung seines ständigen Dirigenten Frederic Jenniges mit feierlich-barockem Wohlklang das Konzert und bekam ersten Zwischenbeifall.
In starkem musikalischem Kontrast dazu das zweite Werk, die "Suite francaise" des zeitgenössischen Komponisten Fritz Pilsl, der vor zwei Jahren das Orchester geleitet hatte. Chromatische Tonfolgen in verminderten Akkorden und drängende, rhythmische Variationen bestimmten die Sätze: Introduktion, Tambourin, Sarabande und Tarantella, die das Orchester, vom Dirigenten kraftvoll stimuliert, souverän meisterte. Schrille Dissonanzen mit lyrischen Zwischentönen, hämmerndes Staccato und Trommelwirbel mit den Händen bestimmten das Werk "Excetera" des Zeitgenossen Helmut Fackler, ein Tongemälde unseres Industriezeitalters.

Lebensfreude und Wohlklang

Voller Lebensfreude, Harmonie und Wohlklang dann das Quartett in C-Dur von Luigi Boccerini mit den Sätzen: Allegro con spirito, Largo assai, Tempo di Menuetto. Mit einem Medley aus "Phantom der Oper" von Webber erweckte das gut geschulte Ensemble nach der Pause schwungvolles und anregendes Musicalfeeling. Norwegische Tänze, komponiert für zwei Klaviere von Edvard Grieg und transkribiert für Zither von Gernot Sauter, schilderten mal zart, mal kraftvoll romantische Stimmungen und malerische Landschaftsbilder seiner norwegischen Heimat.
Leon Jessel, bekannt durch seine Operette "Schwarzwaldmädel", stand am Ende mit seinem "Aufzug der Stadtwache", die mit klingendem Spiel in die Stadt einzieht. Kräftiger Beifall des begeisterten Publikums für das anspruchsvolle Programm und die intensive Interpretation erzwang eine Zugabe.
Birgit Fuchs, die Konzertmeisterin aus Bad Waldsee, die die Organisation des Probewochenendes und des anschließenden Konzerts übernommen hatte, und das Orchester waren sicher mit dem Besuch und ihrer musikalischen Absicht "Zither neu erleben" zufrieden.
Die Gastfreundschaft der Schwäbischen Bauernschule und der "runde Saal" mit seiner geglückten Verbindung von guter Akustik, Architektur und Natur boten den idealen Rahmen für das anspruchsvolle, zweistündige Konzert.




…zum Konzert in der Bauernschule in Bad Waldsee vom 03.03.2007:

Schwäbische Zeitung
06.03.2007
Junges Ensemble überzeugt bei Auftritt in Bauernschule

BAD WALDSEE - Ein beeindruckendes Konzert symphonischer Zithermusik mit Transskriptionen von Werken des Barock und der Romantik sowie Originalkompositionen zeitgenössischer Komponisten hat das Landeszitherorchester am Samstag in der Schwäbischen Bauernschule gegeben. Der Besucherandrang war groß.
Mit einer Partita von Karl Ditters von Dittersdorf eröffnete das Orchester feierlich in zart schwebendem Wohlklang das Konzert. Fast fühlte man sich in ein Barocktheater versetzt mit einer Hofgesellschaft in üppigen Gewändern und Zopfperücken.
Zurück in die Gegenwart führten die "Impressionen für Zitherorchester" von Fritz Pilsl, der für den verhinderten Dirigenten Frederic Jenniges eingesprungen war. Zu Beginn ein "Marcia funebre" in dunklem Moll. Heiter beschwingt in chromatischen Farben das "Scherzo", schwermütig und reich an Dissonanzen die "Elegie", schwungvoll in schnellen Rhythmen das "Finale". Voll lieblicher Melodie (amaroso), voll Anmut (grazioso) und innig beseelt (spirituoso) erklang die Sinfonia von Ignaz Jakob Holzbauer.
In den Pausengesprächen war immer wieder zu hören, dass von Großeltern und Verwandten noch eine Zither vorhanden sei, die man nun aktivieren wolle, indem man Unterricht nehme. Also ein erfolgreicher Impuls des Konzertabends. Nach der Pause eine kurze Einführung in die Besonderheiten der Zither und ihre vier Stimmlagen (Quint-, Diskant-, Alt- und Basszither).

14 Damen und ein Herr 
Getragen, in feinen Nuancierungen romantische Stimmungen hervorzaubernd, immer souverän vom "Ersatzdirigenten" stimuliert, spielten die vierzehn Damen und ein Herr "Fünf Stücke" von Mendelssohn-Bartholdy. Im "Zweiten Quartett nach Motiven von Claude Debussy" des Zeitgenossen Gernot Sauter wurden musikalische Impressionen hörbar in Sekunden-, Quarten und Septimenschritten; präzise und ausdrucksstark vom Orchester gestaltet.
In seiner "Legende und Caranaval der Harlekine" verzauberte Fritz Pilsl mit seinem Orchester wieder die Zuhörer. Erzählende Momente und lebhafte, tänzerische Elemente ergaben ein farbiges Klangbild. Starker Beifall erzwang eine Zugabe.
Der überzeugende Auftritt dieses jungen Ensembles, die zahlreichen Auftritte des Orchesters, seine erste erfolgreiche Rundfunkaufnahme und CD mit einem breiten Querschnitt konzertanter Zithermusik sind der richtige Weg dazu. Das zweitägige Wochenendseminar der 15 Teilnehmer, gekrönt durch ein gelungenes Konzert, lässt weitere erfolgreiche Auftritte des sympathischen Ensembles erwarten.




Schwäbische Zeitung
28.02.2007
Die Zither ist viel besser als ihr Ruf 

BAD WALDSEE - Sie als engagiert zu bezeichnen, wäre noch untertrieben. Birgit Fuchs aus Bad Waldsee ist verheiratet, zweifache Mutter, selbständige Grafikdesignerin und zudem Konzertmeisterin des Landeszitherorchesters. Mit diesem wird sie am Samstagabend in der Bauernschule Zithermusik der anderen Art präsentieren. 
Zithermusik ist Birgit Fuchs' große Leidenschaft. Im Alter von zwölf Jahren entdeckte die aus Baindt stammende, mittlerweile in Bad Waldsee lebende Powerfrau die Zither für sich. Kein alltägliches Instrument, das zudem mit vielen Vorurteilen behaftet ist, wie die 35-jährige selbst findet. Sie begann Unterricht zu nehmen und bewies Talent. Sie nahm am Nachwuchswettbewerb "Jugend musiziert" teil und gewann den 2.Bundespreis.
Seit ihrem 17. Lebensjahr gibt die zweifache Mutter, die hauptberuflich als selbständige Grafikdesignerin tätig ist und neben Zither auch Klavier sowie Sopran- und Altflöte spielt, selbst Zitherunterricht. Die Ausbildung zur Zitherlehrerin absolvierte sie in Trossingen. Zudem ist die leidenschaftliche Musikerin Konzertmeisterin des im Jahr 2000 gegründeten Landeszitherorchester Baden-Württemberg.
Warum sie neben ihrem Beruf und ihrer Familie so viel Zeit für die Musik opfert? " Spaß an der Musik und viel Idealismus gehören dazu", meint Birgit Fuchs, die ein großes Ziel hat: Sie möchte dem Instrument Zither wieder einen Stellenwert geben und es vom typischen Volksmusikcharakter befreien. "Wer Zither hört denkt fast automatisch an Volks- und Stubenmusik", sagt die 35-jährige. "Doch Zithermusik ist weit mehr." Das versucht sie auch ihren Schülern nahe zubringen. "Ich unterrichte meine Schüler in allen Musikrichtungen und gestalte den Unterricht sehr individuell", erklärt Fuchs. Ihr Repertoire reicht von zeitgenössischer und experimenteller Musik über Klassik, Jazz und Blues bis hin zu lateinamerikanischen Tänzen. 
Doch der Unterricht ist nicht der einzige Weg auf dem sich Birgit Fuchs bemüht einen Imagewandel der Zither herbeizuführen. Regelmäßig tritt sie mit dem Landeszitherorchester Baden-Württemberg auf. "Unser Anliegen ist es, die Zither als Konzertinstrument auf hohem Niveau fern der Volksmusik zu präsentieren", so die Konzertmeisterin.
Klassiker stehen im Programm
Daher dürfen die Konzertbesucher am kommenden Samstag um 20 Uhr im runden Saal der Bauernschule Bad Waldsee vor allem klassische Werke erwarten. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Mendelssohn-Bartholdy und Debussy sowie Eigenkompositionen von Fritz Pilsl aus Ulm. Pilsl dirigiert an diesem Abend das Auswahlorchester stellvertretend für Frederic Jenninges.




…zum Konzert in der Stadthalle in Gengenbach vom 01.10.2006:

Aus: Offenburger Tageblatt, 5.Oktober 2006

Vielfältige Klangmöglichkeiten ausgeschöpft Landeszitherorchester musizierte zum Auftakt der neuen Konzertreihe der  Stadt / Einige Zuhörerreihen blieben leer  Mit dem Konzert des Landeszitherorchesters Baden-Württemberg wurde am  Sonntagabend die neue Saison der Konzertreihe der Stadt Gengenbach  eröffnet. Gengenbach (tb). Einen sonst eher selten zu hörenden Musikgenuss gab es  am Sonntag für die Konzertbesucher, die zur Saisoneröffnung der  städtischen Konzertreihe in die Stadthalle gekommen waren. Das  Landeszitherorchester Baden-Württemberg unter Leitung von Frédéric  Jenninges begeisterte mit einer hervorragenden Leistung und zeigte die  vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Zither auf. Angefangen von  Spätbarock über Klassik reichte das Programm bis zu zeitgenössischen  Kompositionen. Das Ensemble wurde im November 2000 als Auswahlorchester  herausragender Zitherspieler gegründet und zeichnet sich seither durch  rege Konzerttätigkeit aus. Mit einer Partita von Carl Ditters von Dittersdorf gelang den rund 25  Musikern ein Auftakt nach Maß. Exakt und ausdrucksstark wurde der erste  Satz, ein lebendiges Allegro, interpretiert, an das sich ein ruhiges,  fast meditatives Andante anschloss. Beim folgenden Menuett brachte das  Orchester mit viel Feingefühl die tänzelnde, unbeschwerte Atmosphäre  zur Entfaltung. Das anspruchsvolle Finale der Partita war geprägt durch  häufige Wechsel in Tempo und Dynamik, die von den Musikern mit  beeindruckender Leichtigkeit bewältigt wurde. Mit »Legende und Carneval der Harlekine«, einem Werk des 1933 geborenen  Fritz Pilsl folgte eine äußerst gegensätzliche Komposition. Während der  erste Abschnitt eher lyrisch, ruhig und geheimnisvoll wirkt, ist der  zweite Teil geprägt von Freude und Ausgelassenheit. Das Zitherorchester  arbeitete geschickt diese Kontraste heraus und ließ eine gefühl- und  spannungsvolle Interpretation entstehen. Ungewöhnliche, fast fremde Klangfarben sowie eine diffizile Rhythmik  und Dynamik wies »Lichtgeschöpfe« des zeitgenössischen Komponisten Veit  Erdmann-Abele auf. Auch hier zeigte das Ensemble die  Ausdrucksmöglichkeiten der Zither und begeisterte. Einen weiteren Höhepunkt bildete Ignaz Jakob Holzbauers klassische  »Sinfonia«. Besonders herausragend das präzise und gefühlvoll  umgesetzte »Andantino amoroso« sowie das rasante, energiegeladene  »Allegro molto«. Bewegende Spannung Den Bogen in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts schlugen »Fünf  Stücke« von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die von den Zitherspielern  charaktervoll und mit bewegender Spannung interpretiert wurden.  Beeindruckend auch das »Zweite Quartett« nach Motiven von Claude  Debussy aus der Feder Gernot Sauters. »Impressionen« von Pilsl, die  dank der gefühlvollen, präzisen Leistung des Orchesters ihren  intensiven Charakter entfalten konnten, bildeten den Schlusspunkt eines  Konzertabends, der mehr Zuhörer verdient gehabt hätte. Denn in der  Stadthalle blieben doch einige Reihen unbesetzt. Die Konzertreihe der Stadt Gengenbach wird am Samstag, 21. Oktober, 19  Uhr, mit dem Auftritt des Petersburger Serenadenchors fortgesetzt –  ausnahmsweise in der Mutterhauskirche.


 

…zum Konzert in Aalen 2002:

Aus: Aalener Volkszeitung vom 14.11.2002
Konzert / Landeszither-Orchester in Aalen, Vielversprechendes Aalener Talent

Die universelle Vielfalt des Saitenspiels demonstrierte das Landeszitherorchester Baden-Württemberg, das durch Vermittlung Wolfgang Baurs für ein Gastspiel beim Aalener Zitherverein gewonnen worden war.
Aalen. Das 15 Mitglieder starke, auffallend junge und vorwiegend weibliche Orchester machte dabei seinem guten Ruf als jüngster erster Preisträger im Wettbewerb für Auswahlorchester alle Ehre. Esbeteiligte sich unter Leitung seines Dirigenten Frederik Jenniges an den vom Zitherverein angebotenen "Musikalischen Streifzügen durch vier Jahrhunderte".Dabei erklangen bis zu viersätzige kammermusikalische Kostbarkeiten von Dittersdorf bis Mendelssohn-Bartholdy, dazu allerlei Lustiges, Kindertümliches und Folkloristisches spanischen Genres. Viel Beachtung sicherte sich vor allem auch das hochqualifizierte Trio des Landeszitherorchesters, in dem auch die Aalener Studentin Elvira Schlegelmilch mitspielt; ein junges talent mit besten Aussichten auf eine steile musikalische Karriere.
Die Musiker erfeuten ihr Publikum mit einem konzentrierten, samtweichen und hochsensiblen Spiel, mehr aber noch mit allerlei meist "gemäßigt" modernen rhythmischen Sätzen, bei denen nicht nur die Saiten, sondern zuweilen auch der herzhaft angeschlagene Resonanzkörper als Rhythmusinstrument herhalten musste. 
In der zweiten Halbzeit sorgte dann das Orchester des Aalener Zithervereins unter der Leitung von Wolfgang Baur für die vorwiegend unterhaltsame Note und zwar mit Sinfonetta und "Isar-Mädchen", mit "Mathilda" und "Jamaica-Medley" sowie mit allerlei Impressionen aus dem "Schönen Kaistertal" und der Schwäbischen Alb. Wolfgang Baur hatte durch fleißige Probenarbeit dafür gesorgt, dass auch sein nicht minder kopfstarkes ensemble neben den handverlesenen "Profis" aus dem ganzen Land eine tadellose Figur abgab.

 

 

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